Gefahrgut-News

IATA veröffentlicht Summary zur 60. Ausgabe der DGR

Die IATA hat zu ihrer 60. Geburtstagsausgabe der DGR (Dangerous Goods Regulation) eine Zusammenfassung der signifikantesten Änderungen in Englisch veröffentlicht. Die Allermeisten ergeben sich wie immer durch die Weiterentwicklung der Gefahrgut-Vorschriften, einige wenige verkehrsträgerspezifischen Änderungen haben es aber in sich.

Besonders für die Luftfracht dürfte wohl die neue ID 8001 hervorzuheben sein, die für das phyrophore Gas "Disilan" (CAS-Nr. 1590-87-0), welches heute der UN 1954 zugewiesen ist, eingeführt wird. Verständlicherweise ist dieses in Flugzeugen unter ID 8001 komplett verboten, da phyrophore Gase u.a. heftig mit Sauerstoff reagieren. Ausserdem werden viele Präzisierungen hinsichtlich Lithiumbatterien und den sogenannten Hybrid-Lithiumbatterien (aus einem Lithium-Ionen- und Lithium-Metall-Teil) vorgenommen.

www.iata.org

Flüssiggas-Lkw explodiert bei Bologna

Leider hören wir immer nur dann von einem Gefahrgut-Unfall, wenn die Tragweite gross und das Leben einzelner davon abhängig ist. So wie im jüngsten Fall in Italien, bei dem der Fahrer eines Flüssiggas-Tankzugs nach einem Auffahrunfall im Flammenmeer tragisch ums Leben kommt.

In Italien fährt ein Tankzug (Lkw) der mit Flüssiggas beladen ist auf ein Stauende auf und versursacht ein Inferno. Beim Unglück in Bologna nähe des Flughafens stirbt der Fahrer des Tankzugs, weiter Personen werden verletzt. Der Feuerball, der durch die Explosion (Entzündung) des Flüssiggases entsteht, ist gewaltig. Durch die enorme Hitze stürtzt später die Brücke ein, auf welcher der brennende Lkw gestanden hat.

Bild: Keystone

www.bluewin.ch

Batterie explodiert in Werkhalle

Für einmal machen nicht Lithiumbatterien Schlagzeilen, sondern Nassbatterien gefüllt mit Schwefelsäure. Auch Sie können bei unsachgemässer Lagerung bzw. ohne den Schutz der Pole eine Gefahr darstellen, wie der Zwischenfall in Ganderkesee zeigt.

In einem Handwerksbetrieb in Ganderkesee (D) hat sich nach ersten Erkenntnissen bei Schleifarbeiten in einer Werkhalle Metallstaub gebildet, welcher unter anderem auch eine 30-Kilowatt-Batterieanlage bedeckte. Dabei kam es offenbar zu einem Kurzschluss der Batteriepole, worauf die Batterie "explodierte" und sich Batteriesäure in einem Umkreis von rund 100 Quadratmetern in der Halle verteilte. Glücklicherweise gab es keine Personenschäden zu verzeichnen. Es hätte aber auch anders kommen können.

www.nwzonline.de

Verbot von Gefahrgut-Transporten gefordert

Die Alpen-Initiative fordert ein Verbot des Transports von gefährlichen Gütern über den Simplon. Diese gehörten auf die Schiene. Der Verein hat deshalb am Samstag eine Protestaktion auf der Passhöhe durchgeführt.

Anmerkung Gefahrgut-Shop GmbH: Man muss dazu wissen, dass die Durchfahrt der wichtigsten Tunnels in der Schweiz für die Durchfahrt von kennzeichnungspflichtigen Gefahrgut-Transporten verboten ist und dass der Transport per Schiene nicht immer möglich ist (Fahrplan, Zugausfälle, etc.).

Bild: KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN

www.blick.ch

Beinahe-Katastrophen: Mehr als man denkt

Auch diese Woche wurden einmal mehr die Einsatzkräfte für einen vermeintlichen Grosseinsatz mit Gefahrgut aufgeboten. Diesmal handelte es sich um einen Güterzug mit Kesselwagen in Eichstätt (DK). Zum Glück stellte sich rasch heraus, dass nur das Bremssystem eines Wagens überhitzt war, allerdings hat uns die Geschichte bereits mehrmals bewiesen, dass genaus solche Dinge zu fatalen Katastrophen führen können. Man denke dabei an das Zugunglück in Zürich Affoltern (CH) vom 08. März 1994 (siehe dazu YouTube-Video "Kesselwagenexplosion Zürich-Affoltern").

www.donaukurier.de

Containerriese brennt im Indischen Ozean

Mit (noch) unklarer Ursache brannte der Containerriese "Maersk Honam" (mehr als 15'000 TEU) im Indischen Ozean. Rettungsmannschaften kämpften gegen einen Großbrand an Bord des Containerfrachters an. Im Laderaum des 353 Meter langen und 53 Meter breiten Frachters war ein Feuer ausgebrochen, welches Tags darauf ausser Kontrolle geriet. Falls es sich um Gefahrgut handelte, welches den Ausschlag hierfür gab, dürften sich die Vorschriften wohl einmal mehr verschärfen.

www.haz.de

Beitrag über die grössten Schiffskatastrophen

Hamburg besitzt nicht nur einen der grössten Häfen Deutschlands, hier ist auch einer der am schwierigsten zu löschenden Schiffsbrände der jüngeren Vergangenheit entstanden. Am 1. September 2016 brannte ein 300 Meter langes Containerschiff, welches unter anderem auch mit Gefahrgut beladen war. Die Feuerwehr löschte zeitweise mit Kohlendioxid und verbrauchte 65.000 Liter Schaummittel bei der Brandbekämpfung. Insgesamt 83 Stunden dauerte die Personal- und Materialschlacht, die selbst Deutschlands zweitgrößte Feuerwehr an ihre Grenzen brachte.

www.feuerwehrmagazin.de

Auch Kleintransporter werden kontrolliert

Auch für Kleintransporter gelten die ADR-Beförderungsbedingungen. Dies zeigt ein aktuelles Beispiel einer Verkehrskontrolle in Memmingen (D), bei welcher prompt einen Fahrer eines Kleintransporters erwischt wurde, der Gefahrgut ohne Freistellungen transportierte. Da er die vorgeschriebenen schriftlichen Weisungen nicht mitführte, erhielt der Fahrer und der Beförderer eine Anzeige.

www.focus.de

Auch Transportbescheinigungen werden gefälscht!

Beamte kontrollierten einen Berufskraftfahrer aus der Türkei, der Gefahrgut transportierte und eine gefälschte ADR-Bescheinigung vorlegte. Ihm droht nun ein Strafverfahren.

www.mittelbayerische.de

Evakuierung nach Chemieunfall

Durch Wasser in einem Behälter mit Chlortabletten kam es zu einer Chlorgasentwicklung. Die Feuerwehr wurde aufgeboten und das Laborpersonal musste evakuiert werden.

www.augsburger-allgemeine.de

Lkw verliert Salzsäure

Ein undichter Einfüllstutzen eines Lkws sorgt für ein Grossaufgebot an Einsatzkräften. Die Bevölkerung wurde gebeten, die Fenster zu schliessen und die Häuser nicht zu verlassen, damit evtl. Reizungen der Atemwege verhindert werden.

www.lvz.de

Tropfender Gefahrgut-Container

Der aus Italien kommende Zug verliert eine umweltschädliche, ätzende Flüssigkeit, die sich ab 60° selbst entzünden kann. Die Bevölkerung war nicht in Gefahr und der geplante Einsatz der Feuerwehrleute wurde aufgrund der geringen Tropfmenge nicht durchgeführt.

www.nh24.de

Auslaufende Fässer nach abruptem Bremsmanöver

Der LKW-Fahrer aus Spanien musste im Hafen von Düsseldorf stark bremsen, einige Fässer wurden beschädigt und reizende Lauge lief aus den Behältern.

www.bild.de

Ätzende Dämpfe auf Intensivstation

Mitarbeiter des Spitals Erlangen bemerkten die Chemiedämpfe und alarmierten sofort die Feuerwehr. Einige Spitalmitarbeiter mussten behandelt werden, aber Patienten waren nicht in Gefahr und es musste kein Gebäude evakuiert werden.

www.nordbayern.de

Auch leere Tanks können gefährlich sein

Ein Tank mit Restmengen einer ätzenden Flüssigkeit wurde mit Schutzausrüstung abgedichtet. Ein Polizist mit Atemproblemen musste ärztlich versorgt werden.

www.berchtesgadener-anzeiger.de

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www.vsggb.ch